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Leitbild der Evangelischen TelefonSeelsorge Kiel

Zum Selbstverständnis der Mitarbeitenden

Wir ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden in der TelefonSeelsorge Kiel wollen anrufenden Menschen während des Gespräches emotionalen Halt geben. Wir glauben, dass sich die anrufenden Menschen an diesem Verständnis von Seelsorge, emotionalen Halt zu geben, bewusst oder unbewusst orientieren.

Die Christlichkeit dieser seelsorgerlichen Grundhaltung drücken wir in den folgenden drei Aspekten aus. Diese Aspekte orientieren sich an einem Menschenbild, das wir in den drei Artikeln des christlichen Glaubensbekenntnisses erkennen.

Drei Elemente unserer seelsorgerlichen Einstellung

  • Wir haben nicht in der Hand, was aus dem Seelsorgegespräch wird. Nicht wir führen das Gespräch, sondern das Gespräch führt uns. Dabei haben Anrufende und SeelsorgerInnen während ihres Gespräches unterschiedliche Rollen: während die Anrufenden angesichts einer aktuellen oder chronischen Situation, die ihnen das Gefühl emotionalen Haltes genommen hat oder zu nehmen droht, nach emotionaler Integration suchen, sind wir Seelsorgende dazu da, dass sich diese Erfahrung von emotionaler Integration im Gespräch einstellen kann. Wir haben allerdings keine Macht, dies aus uns selbst heraus zu bewirken.
  • Das Ziel eines Seelsorgegespräches kann nicht in dem Versprechen eines konfliktfreien Lebens bestehen, sondern allenfalls durch die praktisch erlebte Erfahrung des emotionalen Haltes dazu ermutigen, die unvermeidlichen Krisen und Katastrophen des Lebens nicht alleine erdulden zu müssen, sondern sie gemeinsam zu tragen.
  • Da Seele von Anfang des Lebens an nur als zwischenmenschliches Beziehungsphänomen existiert, sind wir alle, Anrufende wie Seelsorgende, auf Beziehung und Kommunikation angewiesen.

Aus diesen drei Grundsätzen einer seelsorgerlichen Haltung folgt für die Mitarbeitenden in der TelefonSeelsorge Kiel:

  • wir sind dazu da, uns in unseren unterschiedlichen Rollen immer wieder dabei zu helfen, die vielfältigen Belastungen des Seelsorgegesprächs gemeinsam zu tragen, weil wir als Seelsorgende keine Macht haben, uns im Gespräch diesen Belastungen grundsätzlich zu entziehen;
  • als ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende sind wir Teil einer anonymen Selbsthilfegruppe, als die wir TelefonSeelsorge verstehen. Uns unterscheidet von den anrufenden Menschen nichts grundlegend Menschliches, sondern nur unsere unterschiedlichen Rollen während des Gesprächs. Genauso wie die Anrufenden überwältigen uns innerpsychische und soziale Nöte und Konflikte; genau wie sie sind wir darauf angewiesen, dass irgendjemand uns in diesen Situationen hilft;
  • ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende in der TelefonSeelsorge Kiel verstehen sich darum je individuell als Knotenpunkte in einem vielschichtigen Netzwerk emotionaler menschlicher Beziehungen. Zu diesem Netzwerk gehören die anrufenden Menschen genauso wie die in der TelefonSeelsorge Mitarbeitenden, aber darüber hinaus auch all diejenigen Menschen und Gruppen, die in Leitung und Verwaltung die Arbeit der TelefonSeelsorge stützen.

Zur Struktur der TelefonSeelsorge Kiel

TelefonSeelsorge Kiel versteht sich als eines unter mehreren Modellen der Kooperation von freiwilliger Bürger- und hauptamtlich bezahlter Arbeit. Die Mitbestimmung der freiwillig Mitarbeitenden an der Leitung der TelefonSeelsorge ist ebenso präzise geregelt wie überhaupt das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung in dieser Arbeit. Ehrenamtliche Arbeit unterscheidet sich nicht durch geringere Kompetenzgrade von hauptamtlicher Arbeit, sondern lediglich dadurch, dass in der ehrenamtlichen Arbeit nicht Geld als Arbeitsäquivalent eingesetzt wird, sondern hauptamtlich gesicherte Fachleistungen wie z.B. eine professionelle Aus- und Fortbildung in Seelsorge.

Die freiwillig Mitarbeitenden sind daher nach Abschluss ihrer Ausbildung professionelle TelefonSeelsorgerInnen. Die theologische Grundlage dessen ist die lutherische Auffassung vom allgemeinen Priestertum aller getauften Christen.

Die TelefonSeelsorge Kiel ist Mitglied in der „Evangelischen Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Türen in Deutschland e.V.“, die mit der katholischen „Bundesarbeitsgemeinschaft Beratung“ gemeinsam die „Evangelisch-katholische Kommission“ als leitendes Fachgremium bildet. Diese ist international an die „International Federation of Telephonic Emergency Services“ (IFOTES) angeschlossen. Darüber hinaus bestehen fachliche und organisatorische Kooperationen mit der Regionalkonferenz der Telefonseelsorgestellen in Norddeutschland sowie mit anderen psychosozialen Einrichtungen in Kiel. Als Abteilung im Evangelischen Beratungszentrum Kiel des Kirchenkreises Altholstein partizipiert die TelefonSeelsorge Kiel an der Arbeit und den Entwicklungen im Ev. Beratungszentrum. Beide Einrichtungen werden von einem Pastoralpsychologen oder einer Pastoralpsychologin geleitet, der oder die in der TelefonSeelsorge von einer oder einem Ehrenamtsbeauftragten (50% Soz-päd.-Stelle) unterstützt wird. Die Verwaltungstätigkeit einschließlich der Erstellung und Überwachung des Dienstplanes wird von der Verwaltungskraft TelefonSeelsorge im Ev. Beratungszentrum (50%-Stelle) in Absprache mit dem oder der Ehrenamtsbeauftragten und dem oder der LeiterIn des Ev. Beratungszentrums und der Telefonseelsorge versehen.